Munotgloecklein
Munotglöcklein und Fahne der Stadt Schaffhausen
Munotglöcklein und Lied Munotglöggli

Der Munot ist das Wahrzeichen von Schaffhausen und sein früheres Glöcklein hatte einen Riss, der für den wehmütigen Klang mitverantwortlich war. Die Begründung dieses Risses ist im Lied «Munotglöggli» von Ferdinand Buomberger aus dem Jahre 1911 geschildert. Die Richtigkeit ist eher keine. Aber vielen Schaffhauserinnen und Schaffhausern wird es ganz anders zu Mute, wenn sie dieses Lied hören oder selbst singen. ;-)

Die Urheberrechte am Text vom Munotglöggli sind bei David Bell, Produzent und Musiker. Er hat sie erworben und das Lied daraufhin zusammen mit Roger Jenny, Sänger und Musiker, in ein neues, modernes Kleid verpackt. David Bell und Roger Jenny wollen das traditionelle Munotglöggli für auch eine jüngere Zuhörerschaft wiederbeleben. Rechtzeitig zum 100jährigen Jubiläum ist die CD erschienen. Weitere, ausführliche Informationen finden Sie auf der WebSite zum
Munotglöggli-Lied sowie auf der WebSite bellroom von David Bell.
Auch Sigi Michel hat das Munotglöggli auf seiner Trompete gespielt:
Munotglöggli
Panoramas vom Munot und von Schaffhausen

Auf dem Video-Portal vimeo sind Tonbildvideos
von Schaffhausen auch zu sehen im Kanal
«Schaffhausen and the Rhine Falls».
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Munotglöcklein und Lied Munotglöggli

Auf des Munots altem Turme
schau hinaus ich in die Nacht,
über Dächer, über Giebel,
einsam halte ich die Wacht.
Leise rauscht des Rheines Welle,
leise rauscht des Kohlfirsts Wald,
doch im Herzen pocht und hämmert
meiner Liebe Allgewalt.

Refrain:
Klinge Munotglöckelein,
grüsse mir die Liebste mein,
klinge Munotglöckelein,
bim bam bim bam bim.

Auf des Munots weiter Zinne
sah ich sie zum letzten Mal,
wie sie scherzend, kosend tanzte
auf dem grossen Munotball.
Auf dem Turme musst' ich wachen,
Gott, wie ist die Welt Betrug!
Ach man küsste mir mein Liebchen,
während ich die Stunde schlug. - Refrain

Als ich sah das frech Gebaren
zog ich wütend an dem Strang,
und ich schlug so fest die Stunde,
dass die kleine Glocke sprang.
Seither sind des Glöckleins Klänge
so von stillem Weh erfüllt,
dass den Menschen selbst im Städtchen
Trän`um Trän`dem Aug entquillt. - Refrain

So musst auch mein Liebchen hören
dieses Treubruchs harten Klang,
mög er allen falschen Mädchen
klingen in den Ohren bang.
Doch dir Glöcklein will ichs sagen,
aber schweige wie das Grab,
ich gesteh, dass ich das Mädchen
seither fast noch lieber hab. - Refrain