Spiegelung, vertraut rätselhaft geheimnisvoll

Tiger in Spiegelung

Spiegelungen sind ein immer wieder reizvolles Fotomotiv. Zeigt man sie mit Einbezug von realen Bildelementen, so wirken sie trotz der scheinbaren Verkehrtheit dennoch wirklich, vertraut, natürlich und bekannt – normal.

Im Fall von fotografischen Spiegelungen können das Vertraute als «normal» und das Rätselhafte als «anders» bezeichnet werden. Wobei «normal» und «anders» für mich keine Wertungen, sondern einfach zwei Möglichkeiten der fotografischen Bildgestaltung sind. Besser sind aber dennoch oft die «Anderen», weil in diesen die eigene Idee der Fotografin oder des Fotografen konsequenter integriert und fotografisch umgesetzt ist.

Tiger liegend Spiegelung

Ein Standortwechsel, ein neuer Ausschnitt in dem der reale Teil im Verhältnis zur Spiegelung viel weniger ist und das an sich selbe Motiv wirkt surrealer, rätselhafter – anders.

Tiger Spiegelung allein

Zeigen Sie im Foto keinen realen Teil mehr, so steigert sich die Spiegelung zum Traumhaften und Geheimnisvollen.

Es liegt an Ihnen, welche Aussage Sie mit ihrem Foto vermitteln wollen. Ich möchte mit den drei Beispielen nur zeigen, dass es sich vor allem bei Spiegelungen immer wieder lohnt, ein Motiv auch von nur wenig anderen Standpunkten, auch mit nur wenig anderen Blickwinkeln zu betrachten.

29. Januar 2013 von Mario Ciceri
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